Mittwoch, 22. Juli 2009

Trattoria Libau in Berlin Friedrichshain

Seit unserem Italienurlaub im Frühjahr diesen Jahres waren wir nicht mehr richtig italienisch essen. Gut wir haben Pizza im Garten gebacken, aber so richtig mit antipasti, primi und secondi piatti, dass gab es zuletzt in Italien. Weit weg wollten wir auch nicht, also besann ich mich auf die sehr wenigen guten Italiener in Friedrichshain und da fiel mir heute die Trattoria Libau in der Libauer Strasse naha Revaler, nahe Warschauer Straße ein.

Von außen typisch ostberlinerisch, schmutzig runtergekommen aber mit Flair. Innen dafür mit großem Pizzaofen gemütlich, vielleicht etwas eng.

Pizzeria LibauPizzeria Libau

Beim Blick auf die Karte, fiel uns auf, dass es garkein primi und secondi piatti gab. Es gab nur Antipasti, Salat, 5 Nudelgerichte und etliche Pizzen. Die Preise auf den ersten Blick auch ganz schön Hoppla. Ich hab jetzt mal bei Wikipedia nachgeschaut und unter Trattoria steht dort, dass es sich um ein einfaches ländliches Lokal handelt, dass meist nur ein Gericht serviert. Für meine Wünsche wär wohl ein italienisches Restaurant genau das richtige gewesen. Übrigens in Italien gibt es in einer Trattoria meist keine Pizza während in Deutschland eine Trattoria so etwas wie eine gehobene Pizzeria ist.

Pizzeria Libau

Die Antipasti, ist sie nicht ein Augenschmaus?
Kleine Crostinis mit Tomaten, Aubergine, Zuchini, sowie frisch gehobelter Salami und super megaleckerem Bressaola mit Parmesan. Überall ein wenig Olivenöl drauf. Einfach! Perfekt! nicht ganz billig.

Als Hauptspeise blieb uns ja nix weiter übrig, als die Pizza zu probieren. Diese waren recht teuer von 10€ bis 15€ und aufwärts, aber nach einiger Wartezeit wussten wir auch warum. Die Pizzen sind einfach mal riesig :-)
Wie man auf den Bilder sieht, sieht man keinen Teller und auch wenn man ein paar Zentimeter rund abgegessen hat, sieht man ihn immer noch nicht :-)


Pizzeria LibauPizzeria Libau

Der Boden superdünn und knusprig und der Belag sehr gehaltvoll und wohlschmeckend. Ich hab mich für meine Standardpizza (Spinat Gorgonzola Knoblauch) entschieden um besser vergleichen zu können. Und siehe da, die machen da echten Knoblauch drauf und was total geniales: Pinienkerne.
Rose hatte Salsicca, Bressaola und Pilze und ich muss wirklich sagen, sie war leckerer als meine.

Alles in allem Superladen! Empfehlenswert.

Bewertung(1-5):
Essen:4
Ambiente:3
Preise:3
Bedienung:4


Libauer Straße 10
10245 Friedrichshain, Berlin, Germany
+49 30 25768529Wegbeschreibung abrufen - Größere Karte anzeigen

Aprikosenkuchen Rezept Freihand

Es ist absurd, aber ich hab mir gestern einen Aprikosenkuchen frei nach Schnauze ohne Rezept gebacken und will nun das Rezept aufschreiben. ???
Ich mach das ja nur, damit ich ihn wieder so hinbekomme :-)

Also erstmal ganz wichtig Aprikosen. Die kommen bei mir aus dem Garten, aber genausogut von Kaisers oder sogar die leckeren süßen aus der Dose sind möglich(die aber gut abtropfen lassen).

i harvested some apricotsbrought the apricots home

Kommen wir nun zum wichtigsten, dem Teig. Irgendwie ist es eine Mischung aus Rührkuchen und Biskuit geworden. Also nacheinander:

* 150g weiche Butter + 150g Zucker + 3 Eigelb schaumig schlagen
* 200g Mehl und ein Päckchen Backpulver auf die schaumige Masse sieben
* Das ganze mixen und nach und nach Milch hinzugeben,
* Milch nach gefühl dosieren, nich zu flüssig, nich zu fest
* Die 3 Eiweiß sehr stark aufschlagen und behutsam unter den Teig heben

made some dough

* Form ausfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen
* Teig einfüllen und mit halben oder viertel Früchten belegen
* Im Ofen bei 180°C so lange backen bis er rundrum braun ist
* kleiner Tip, nehmt eine Glasform, da seht ihr wie weit er ist

put apricots and cherries ontop of the doughbaked in the oven :-)

Und jetzt nur noch genießen. Am besten mit frischen früchten und Sahne :-)

i baked a yummy apricot/cherry cakeich ess mit meinen kollegen den selbstgebackenen kuchen und bin  gluecklich;)

Samstag, 11. Juli 2009

Google Latitude Location History with App Engine

*drunk*
Before Google Latitude i had my own Android program that added my location to Google Spreadsheets and displayed the locations on my website.
But now there is Google Latitude that is doing the work for me (triangulation). And thanks God* (*Google) there is the Google App Engine which lets me deploy Web Applications (Servlets) very easily and for free. So i wrote a small mashup, that collects my Latitude Location every minute and stores it @ Google App Engine via a cron job.
I added a Servlet that returns all my saved locations via JSON, so i can display them with Google Maps on my Homepage (http://www.schtief.org).

I called it Where is Schtief put it under GPL3 and added some user management stuff, so everyone of you can record your Google Latitude Location History (use action adduser or wait till i'm sober :-).

Here are the links:

Google Code Project for Google App Engine
http://code.google.com/p/whereisschtief/

My Website displaying my latest location history
http://www.schtief.org

Where Is Schtief ???

Freitag, 3. Juli 2009

Berliner Piratenparteitag

Wie in letzter Zeit vielleicht unschwer zu erkennen war, habe ich mich viel mit dem Thema #Zensursula und #Piratenpartei beschäftigt.

Nachdem das Internet Zensurgesetz im Bundestag beschlossen wurde, bin ich mit Freunden auf der Demonstration zu diesem Thema gewesen.
Am letzten Freitag dann habe ich mich entschieden der Berliner Piratenpartei beizutreten. Warum und was ich mir davon erwarte, werde ich das nächste mal berichten.
An diesem Mittwoch war ich ebenfalls mit Freunden und Rose beim wöchentlichen Treffen der Berlinder Piraten im Breipott. Dort hat der nette Florian Bischof nochmal die Partei, die Hintergründe und das Program für Interessierte vorgestellt.

Die Frage, die mich jedoch am meisten interessiert hat, konnte Florian jedoch noch nicht beantworten. Florian Bischof hatte auf der Zensursula Demo nach der Rede von Christian Ströbele angekündigt, dass er als Direktkandidat gegen ihn im Wahlkreis 84 in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg antreten werde.
Diese Ankündigung stuerzte mich in ein dilemma, denn einerseits wuensche ich mir, dass die Piraten im naechsten Bundestag vertreten sind, und wo wenn nich in im Wahlkreis 84 Friedrichshain-Kreuzberg koennte das klappen. Andererseits bin ich jedoch ein grosser Fan von Christian Stroebele. Er ist fuer mich der einzige im Bundestag vertretene Politiker, dem ich noch mein Vertrauen schenke. Seine Arbeit im Parlamentarischen Kontrollgremiums und zahlreichen Ausschüssen kann nicht genug gewuerdigt werden.
Am besten waere wohl eine gemeinsame Kampagne mit Stroebele, aber dies konnte er mit seiner partei nicht vereinen.

Nun haben die Berliner Piraten extra zu diesem Thema einen Landesparteitag einberufen. Ich war leider oder vielleicht zum Glueck noch nicht wahlberechtigt, denn zum Schluss entschied eine Stimme ueber die Frage der Direktkandidaten.

Aber der reihe nach. Der Parteitag fand im Monster Ronson's Ithchiban Karaoke Club statt. Ein mittelgrosser Raum ohne Fenster mit Bierbaenken und Musik im Hintergrund. Als ich ankam waren ca 80 leute vor Ort und noch zwei Plaetze frei.
Der von mir schon am Mittwochtreffen als nett und kompetent empfundene Florian Bischof sprach noch einige Worte ueber die Partei (Photo links) und danach begann auch schon der demokratische Prozess. Die Teilnehmer des Parteitages gaben ein erstes Stimmungsbild per Handzeichen ab (Photo rechts).
Die Stimmung war mit 20 zu 16 für Direktkandidaten eigentlich nicht das, was ich mir erhoffte. Danach wurde der Geschaeftaordnungsantrag einer fünfminuten Pause eingebracht und einstimmig angenommen.

grüße vom #berlin er #piraten parteitag im itchyban karaoke berlin.stimmungsbild 26 zu 12 fuer das aufstellen von direktkandidaten der  #piraten #berlin

In der Pause formierten sich dann nochmal die Bedenkentraeger. Allen vorran Heide Hagen die nach der Pause einen wohlueberlegte rethorisch gut vorgetragene Redebeitrag ablieferte. Haupttenor war, dass Direktmandate zu erreichen noch schwerer wird als die 5% der Zweitstimme und dass man sich durch Direktkandidaten die Zweitstimmen versaut.
Danach wurde die Redezeit auf 3 Minuten begrenzt und es folgten noch mindestens 10 Redebeitraege pro und contra. Erfrischend war fuer mich der Applaus den jeder Redner bekam, auch von denen die nicht ihrer Meinung waren.
Das Hauptargument der Beführworter war eine erhöhte Medienpräsenz und dadurch wiederum ein Zweitstimmengewinn.
Dem gegenüber wurde jedoch auch die Angst laut, dass ein Direktkandidat der fiesen und gemeinen Presse ausgesetzt wäre und vielleicht noch nicht genug Erfahrungen hat und so der gesamten Partei schaden könnte.
Während der Beiträge habe ich meine Meinung etliche mal geändert und ich bin mir sicher ich hätte mich der Stimme enthalten.

invasion der #bergpartei auf dem #piraten parteitag.#wasserschlacht  und alter fisch geschenkt22 zu 20 diesmal gegen die direktkanditatur.vorbei @ #piraten #berlin  sind gespalten

Zwischendurch wurde der Parteitag noch von der Bergpartei gestört und ein toter Fisch überreicht und auf die Wasserschlacht am Sonntag den 6. September 2009 hingewiesen.
Aber dann gab es kein zurück mehr und nach mehrmaliger Auszählung war klar die Stimmung ist gekippt. 22 Stimmen gegen die Aufstellung von Direktkandidaten, 20 dafür bei 6 Enthaltungen.
Die Emotionen kochten danach etwas hoch, aber ich hatte ein befriedigendes Gefühl im Bauch. Nicht der Entscheidung wegen, sondern weil ich einem urdemokratischem Prozess beigewohnt habe.

Es lebe die Demokratie und Demokratie muss sich immer wieder selbst erneuern!

Deshalb fertig machen zum ändern!


Weiterführende Links:
Bericht im Berliner Piratenwiki

Bericht mit Video auf Spiegel Online