Dort angekommen waren es auch nur ein paar Schritte bis uns das schöne Äußere des Restaurant Jules Verne einlud. Das Interieur ist sehr schlicht gehalten, etliche einfache Tische die eher ungemütlich auf uns wirkten, wir haben uns daher auf die typische Ledereckbank gezwängt und 2 Tische zusammengestellt.

Hier ein wunderschöner Eindruck. Eine wunderschöne handgeschriebene Wochenkarte mit sehr kreativen Gerichten. Leider kann ich euch nichtmehr genau sagen, was es alles gab, denn die Wochenkarte wird auf der Jules Verne Homepage nur als weiße Seite angezeigt ;-(
(Update: auf Nachfrage per Mail bekam ich gerade die Mitteilung, dass die Seite bald wieder verfügbar ist http://www.jules-verne-berlin.de/aktuelles.html)
Vom Namen her denkt man nun man sitzt in einem französischen Restaurant, aber erstens sind die Preise nicht typisch französisch exorbitant überteuert und zweitens bietet die Karte auch Klassiker wie Wiener Schnitzel mit Gurken-Kartoffelsalat, oder Cous-Cous mit Lammwürsten. Ich und meine Mitesser :-) fanden die Karte gut zusammengestellt.
Als Gruß aus der Küche bekamen wir einfaches Stangenbaguette mit einer Kräuterquarkcreme sowie feinstem Gänsegriebenschmalz. Bravo dafür. Der halbe Bordeaux für 10€ war sehr gut und in schönen Gläsern und Karaffe vom Weingut Kreuzberg kredenzt. Der Bordeaux war auch der einzige französische Rotwein, sonst gab es eine tolle Auswahl an Riojas und italienischen Spezialitätsweinen.
Kommen wir zum Essen:

Rose hatte eine vorzügliche Geflügelleber in einer Art Blätterteig. Die Leber war wunderbar mit Majoran abgeschmeckt und selbst mich als nicht gerade großer Leberfreund hat sie begeistert. Der Salat war schön mit Himbeerdressing und links im Bild Hagebuttenmuß angemacht. Ich glaube die Leckerei war um die 9€ also OK.

ALi hat sich einen Kürbisauflauf mit Ziegenkäsebechamel bestellt und war ganz zufrieden. Vielleicht hätten die Lasagneplatten etwas weicher sein können, aber bei so einem Tagesgericht und der Uhrzeit bei der wir die Küche geprüft haben (ca 23.XX Uhr) ist das schon verständlich das nicht mehr alles weich ist :-)
Eine weitere Mitstreiterin bestellte die Fischsuppe und war rundum zufrieden. Als Beilage zur Suppe gab es Parmesan (für mich neu) und natürlich Ajoli.

Ich konnte natürlich nicht wiederstehen und habe mich auf die Spuren von Jules Verne begeben und habe etwas neues französisches ausprobiert und mit allen sinnen erforscht. Boudin noir mit Zwiebelkonfit, Kartoffelpürre und einer herlichen Rotwein/Portwein Reduktion.
Die Boudin noir ist eine sehr feine Blutwurst ohne Fettstücken die so perfekt zum Zwiebelconfit (Zwiebeln, Äpfel, Zucker, Essig) passt. Dazu noch die sehr sehr aromatische Reduktion und schon ist der Schtief begeistert. Der Preis für diese Leckerei lag dann aber auch fast doppelt so teuer wie die anderen Gerichte bei 15€.
Zusammengefasst: eine neue Perle, die es laut Google und Presse wohl schon länger gibt und die man aufgrund der wechselnden Wochenkarten ruhig öfters besuchen kann. Übrigens ich arbeite ja fast in der Nähe und werde demnächst mal das preiswerte Lunchangebot austesten.
Achso kleine Geschichte am Rande, die Kellnerin vergaß einen Weißwein auf die Rechnung zu schreiben. Wir haben natürlich gerne daraufhingewiesen und ihn mitbezahlt.
Bewertung(1-5):
Essen:4
Ambiente:2
Preise:4
Bedienung:3
Bewertung(1-5):
Essen:4
Ambiente:2
Preise:4
Bedienung:3
Jules Verne Restaurantwww.jules-verne-berlin.de Schlüterstraße 61 10629 Charlottenburg, Berlin 030 3180-9410 |

1 Kommentare:
Hallo und danke für Deinen Wunschzettel in meinem Blog. Ich freue mich über Deine Beteiligung (gern auch weitersagen, damit möglichst viele Wunschzettel zusammekommen). Durch Deine Anmerkung hab ich mal wieder ein wirklich interessantes Foodblog entdeckt bei Dir hier. Komme gern wieder zum Lesen
heitere Grüße
Liz
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