Dienstag, 28. September 1999

Dienstag 28 9 1999

Schaut, was Dodo heut gefunden hat,

bevor wir den Mietvertrag unser neuen Wohnung unterschrieben haben. Wir haben Abschied genommen vom Prenz'lberg, von meinem geliebten Mauerpark, dem Ku'damm des Ostens unserer Schoenhauser Allee.
*schnueff* die gelbe U2, die ueber deinen Koepfen faehrt, nur 34 min bis zur Uni. Das Samstagabendumdieeckeweggehgefuehl.
Dies alles verlassen, nur wegen der geilen Bude? Nein, denn wie wurde letztens das Prenz'lberger Gefuehl beschrieben: "Der Prenz'lberg ruft und die Szene geht!" Wohin ?
Friedrichshain

Points 89

Sonntag, 26. September 1999

Sonntag 26 9 1999

Veraenderungen machen das Leben doch erst spannend. Wenn man an allem festhalten wuerde, was man toll findet, dann wird man grau und irgendwann fallen einem die Haare aus. Womit mir auch schon beim Thema waeren.
Das ist !NEU! war schweineteuer aber hat einen mordsgaudi gemacht, der Friseuse beizubringen, dass sie nicht nur die Spitzen schneiden soll, sondern die gesamte Mecke killen soll. Abschied habe ich innerlich schon in den letzten Tagen genommen und ich finde, es sieht verdammt geil aus. Aber urteilt selbst, hier die Bilder mit.

Points 76

Freitag, 24. September 1999

Freitag 24 9 1999

Lieber Gott ich danke Dir fuer diesen Tag,
Ich weiss es nicht gerade meine Art, so zu beginnen. Genauso gut haette ich schreiben koennen, Zufall ich danke dir fuer diesen Tag. Moment Zufall und Stefan? Nein dass passt nicht, schrieb ich doch immer von Vorherbestimmtheit. So wie ich das sehe, kann "nichts kreatives", auch nichts kreatives schaffen/vorherbestimmen. Also warum nenn ich dann dieses unbekannte "kreative" nicht Gott?
Hui starker Tobak, aber gerade richtig, fuer diesen schoenen Tag, den ich am Tegeler See mit einer besonderen Person verbrachte. Mit einem Kuss im Gedaechtniss, sitze ich mal wieder verwirrt in der U-Bahn und warte auf den naechsten Tag.

Points 96

Donnerstag, 23. September 1999

Donnerstag 23 9 1999

Yaeh????

Gefunden, endlich haben wir eine Behausung fuer unser Zunkunftsprojekt WG gefunden. Ich las es in der Zeitung vom Samstag: 2 Zimmer, 74 qm, Wohnkueche, Suedbalkon, abgezogene Dielen, modernisierter Altbau. Das alles im Friedrichshain, aber es gab noch einen oben drauf, mit Heizkosten, Nebenkosten, Kabelanschluss kostet diese Bude nur 981,-DM
Ein Spitzenteil, das sich heute dort in unsere Haende begab. Denn wir schlugen gleich zu nach dem ewigem Gesuche und Beschaue der letzen Tage. Ansonsten bin ich tierisch auf ein mail vonCecilia aus Genua gespannt, denn sie war heute auf meiner page ;-) Nicht das ihr meine Saetze nicht gefallen haben ;-((

Points 90

Mittwoch, 22. September 1999

Mittwoch 22 9 1999

krasses bild was ;) Yeah ich hab jetzt endlich meine Spanienbilder gescannt. Ich hoffe sie hauchen meinen Worten im Spanientagebuch noch mehr Leben ein. Auch mein grinsen wandert nun verpackt in kleine Pakete durchs Web.
Ansonsten ein SCH....TAG, da ich keine Monatskarte fuehr den September habe, muss ich mir immer diese Sch....teuren 2 Stundekarten holen. Sage und schreibe 3.90DM kostet die. Ich hab natuerlich viel der von den Ellis geschnorrten Kohle in diese Schnipsel investiert. Ich seh es aber nicht ein, von Spittelmarkt bis zum Alexanderplatz (3 min) 3.90 zu bezahlen. Und???? "Ihre Fahrausweise bitte" Sch..... rotz, *piep* *piep* *pieeeeeeeeeeeeep*. Ok ich hab den dann die hucke voll gelogen, von wegen Monatsmarke in Spanien wegen der Hitze abgegangen. Jetzt muss ich bis zum 6.10.99 nur noch ne Marke vom September besorgen und schon kostet mich diese Aktion anstatt 60,- nur 10,-
Wow ich spuere meinen Optimismuss, die Situation, die mich depressiv werden laesst, liegt im Moment nicht in diesem Universum.

Points 62

Dienstag, 21. September 1999

Dienstag 21 9 1999

Eigentlich mag ich es ja nicht in meinem Tagebuch ueber die virtuelle Welt des Internets zu schreiben, heute jedoch mach ich mal eine Ausnahme. Dort oben kann oder konnte man immer diese Wellenbrechergrafik sehen, einem Webring, der zur Zeit 31 onlineTagebuecher beinhaltet. 1996 und/oder 1997, mensch ich weiss das nicht mehr;) war ich schonmal Mitglied in diesem Webring, der damals erheblich weniger Mitglieder hatte. Da dachte ich mir, da kannst du dich ja mit deinem neuen onlineTagebuch mal wieder anmelden. Gesagt getan, jedoch ruehrte sich nichts, ein mail hinterher, eine zweite Anmeldung, noch ein mail und noch ne Anmeldung. Hier muss ich dann aber auch sagen, dass das letzte mail sehr unfreundlich war.
Heute dann nach 50 Tagen bekam ich Antwort, dass ich nicht aufgenommen werde. Das verstand ich, nach dem letzten mail, aber dass man mir sagte, dass ich "generell eine frauenfeindliche, oder besser, verächtliche Art" habe, dass verletzte mich dann doch sehr. Vielleicht schmerzt es deshalb so sehr, weil es die erste negative Meinung zu meinem Tagebuch war.
Jetzt habe ich noch kurz das Beduerfniss, etwas ueber meine "veraechtliche Art" zu sagen. Klar es kann schon sein, wenn man sich bestimmte Textstellen heraussucht, dass das so wirkt. Nehmen wir einfach mal den Freitag 10.9.1999. Dort liest man schmutzige :) Dinge wie:
leckere Spanierinen umworben uns. Haende hier, Eiswuerfel da, nur wie bei allen Spaniern war das Englisch sehr brockig. Liebe wollten sie auch nicht machen, oder besser gesagt sie waren ziemlich blau.Wir suchten weiter, liessen uns betatschen, liessen uns Finger in den Mund stecken und tranken Wodka pur.
Das ist nicht die feine Art mit Frauen umzugehen oder so ueber sie zu schrieben, ganz zu schweigen deren Art mich zu betatschen. Aber schrieb ich nicht vorher, dass eine Eröterung mit Axel zum vorschein brachte, dass wir so ziemlich brave jungs sonst sind. Ich kenne viele, bei denen laeuft das nur so und da haben wir uns gesagt, was die koennen, koennen wir ja auch mal probieren. Gut ich haette das alles rosiger beschreiben koennen, aber ich wollte die Situation halt genauso wiedergeben, wie sie auf mich wirkte.


Points 51

Montag, 20. September 1999

Montag 20 9 1999

Soll ich schimpfen ueber die Kompliziertheit eine Wohnung zu besichtigen? Nein ich wuerde nur wieder Sodbrennen bekommen. Viel lieber denk ich an den lustigen abend mit Ecke, der schon seit einiger Zeit unter mir wohnt, ich ihn aber erst ueber Dodo kennengelernt habe. Zum Schlot sollte es zuerst gehen, jedoch wo ist er? Wo er mal war, da stand ne Tafel mit der neuen Adresse, die sich als Supermarkt herausstellte. Keine Eroeffnungspardy mit uns, also fuhren wir ins Acud, wo dem geneigten Publikum heute ein Bluesabend geboten werden sollte. Auf der Buehne stand dann ein MigJagger Verschnitt, der uns einen wilden Ausdruckstanz mit Lippen, Gesicht und seinen sonstigen Organen lieferte. Wir verliessen dann die eigentlich ganz nette Location, einem besetzten Haus (sah zumindest so aus), als ein noch aelterer Althippie, mit stark betrunkener Stimme zum Mikro griff. Ok vielleicht wollte er singen, aber seine Verrenkungen sich am Mikro festzuhalten um nicht umzukippen, waren doch unterhaltsamer.
Bei meiner momentanen nicht so rosigen Finanzlage, ist es wunderbar kein Eintritt bezahlen zu muessen, der hier in Berlin immer zu teuer ist.

Points 74

Sonntag, 19. September 1999

Sonntag 19 9 1999

Ich sollte das bescheuerte Weckerklingeln ausmachen *grins* Scheiss drauf, wurde es halt 1500 bis sich die Koerperteile bewegten und sich nach Wohnungsbesichtigungen rankten. Welch lustige Angelegenheit so mit 30 Leuten vor nem Haus zu warten, sonst ueberlegt man sich immer irgendein Spruch, mit dem man die erste Bruecke baut, aber hier ist das so simple, wir sitzen schliesslich alle im selben Boot. Zuerst hoert man sich die ganze Wohnungssuchgeschichte der Damen an und dann muss man irgendwie den Bogen kriegen. "Nach so einem Tag machst du doch bestimmt noch einen drauf, wo gehst du hin?" ist doch ok ;-).
Genug der von-oben-Betrachtung einer Situation, mach mich ja ueber mich selber lustig. Ein Zustand der Vergangenheit war heute durch kleine Draehte mit mir verbunden. Wie ist das neue Gefuehl fuer sie? Was ist es fuer ein Empfinden? Freund-geistig verbunden-Kumpel-koerperlich verzeherend-nix-garnix-distanz-uniterressant-Liebe-langweilend...............? Da gibt es noch viel zu erkunden in mir.

Points 76

Samstag, 18. September 1999

Samstag 18 9 1999

Ich bin boese ich weiss, denn gegen 2300 kam ich nach Hause und Dodo war voll geschafft von seiner Arbeit und ich besitze die Frechheit ihn zu ueberreden, nochmal auf die Piste zu gehen. Das ist so ein komisches Gefuehl, es ist Samstag abend, du wohnst in Berlin, du kannst doch nicht einfach zu Hause bleiben. Die Hummeln in meinem Arsch trieben uns dann auf die Mushroom release Party im Pfefferberg/Subground. Ein indoorGOAevent, dass zu einer genialen Party wurde. Oder Herr, die Liebeinsichaufsaugend, Dodo ;-)

Points 89

Freitag, 17. September 1999

Freitag 17 9 1999

Ahh doch, das nicht alleine wohnen ist nicht schlecht. Man kann gemeinsam fruehstucken, Zeitung lesen und ein bisschen labern, sehr pc. Vor Dodos Arbeit haben wir noch ein paar Wohngesellschaften besucht und uns registrieren lassen. Die Wohnungssuche ist doch nicht so kompliziert wie ich dachte, ich denke wir haben bis naechste Woche Dienstag oder Mittwoch 10 Wohnungen besichtigt.
Felix der spatz aus Dessau hatte sich fuer den Abend angesagt und siehe da er kam auch. Kein wunder, denn eine Frau trieb ihn hierher. Ich machte mich dann fertig fuer Marcos pardy und kaufte noch ein lecker Weinchen, denn ich konnte ja nicht wissen, dass das so ein klein bisschen groesseres Geburtstagsfest wurde. Nette Leute, zumindest waren sie das vom ersten Eindruck her. Einige kannte ich schon und den Rest lernte ich kennen. Mit einer Träne im Knopfloch hats sich heute mein Glauben an die Resistenz verabschiedet. Nie rauchte er, nie kiffte er, nie spritzte er, nie schniefte er auch jegliches Troepfchen Alkohol verwehrte er. Doch dann, moege es der Ibizaurlaub gewesen sein, erwachte er und goss sich und mir ein. Prost! und willkommen ;-))))


Points 86

Mittwoch, 15. September 1999

Mittwoch 15 9 1999

So ich bin mal wieder in Berlin. Ungern, hab soviel Fernweh nach unbekanntem. In naechster Zeit, wird es dieses hier bestimmt auch geben, denn es steht viel an: eine neue Wohnung fuer mich und Dodo suchen und lernen fuer die Pruefung am 5.Oktober(ein Tag nach meiner wiederkehr von der Fahradtour durch den Elsass). Eine Wohnung haben wir heute schon besichtigt, 3 riesige Zimmer mit Balkon, GEH, Badewanne gut gelegen im Friedrichshain, aber zu teuer. Im Endeffekt wuerde uns das so um die 650-700DM pro Person kosten. Am abend haben wir uns noch ein lecker Pilzgericht gemacht und sind dann eingeschlafen:)
Ich bin gerade dabei mein Spanientagebuch abzutippen und die Bilder einzuscannen.

Points 99

Montag, 13. September 1999

Montag 13 9 1999

Der letzte Tag der +50h Fahrt endete mit einem Oelproblem des Busses.
Stillstand auf der Autobahn, jedoch kurz nach Vockerode, nicht weit von DE entfernt. Ein wink mit dem Zaunpfahl, endlich mal wieder meine Eltern zu besuchen. Daumen raus und siehe da keine 15minuten dauert es in Deutschland, bis ein Berliner in Dessau wohnhaft anhaelt und mir ewig von seinem PitBull erzaehlt. Auch wenn mich meine Mutter nicht sofort erkannte, liess sie mich doch rein und gewaehrte mir essen Dusche und trinken.

Points 99

Sonntag, 12. September 1999

Sonntag 12 9 1999

Mit viel Verspaetung erreichten wir Nizza, was mich jedoch nicht von einem kleinen Stadtrundgang abhielt. Ich fragte ein paar Clochards, ob sie eine Wechselstelle kennen. Natuerlich in feinem Franzoesisch. Der eine uebersetzte mein Anliegen seinem Kumpel "Ey der sucht ne Wechselstube" grosses Gelaechter denn sie kamen auch aus Berlin, lebten aber seit jahren dort bei schoenem Wetter, Sangria und Strand.
Weiter ging die Reise von Nizza ueber Genua ( an Cecilia denk:). Milano nach Verona, wo ein paar der neu gewonnenen Freunde austieg. Ein Frauensuechtling aus Italien und die nette alte Dame die uns laengere Zeit amuesierte. Beeindruckend, in dem Alter noch English, Franzoesisch und Italienisch sprechen zu koennen. Nachts lernte ich noch einen Marokkaner kennen und siehe da er will an der TU Info studieren und hat einen Freund in Dessau namens Stefan :)))

Points 99

Samstag, 11. September 1999

Samstag 11 9 1999

Wie gesagt, um 0900 besuchten wir unsere Unterkunft nur kurz zum Duschen, um dann so langsam dem Ende meines Urlaubes entgegen zu steuern. Am Busbahnhof erwartete mich jedoch keine Freude, denn die Buchung per Internet und das versichernde Gespraech danach haben nicht funktioniert.
Zum Glueck schickte mir der Liebe Gott einen Engel, Monica aus Peru. Wir rannten und telefonierten wie wild und sassen schliesslich doch im Bus. Sie war vor ein paar Jahren nach Deutschland gekommen um hier Soziologie zu studieren, blieb hier ein paar Jahre und wechselte dann nach Spanien. Eine Frau mit Power fuer 2. Sie erzaehlte mir von Peru und den Inkas und ich ihr von der DDR und der Stasi :-)
Lustig und verrueckt wie die ganze 27hige Fahrt von Granada nach Nizza. Ein Raucherbus voll mit alten Spaniern, die den 2 blonden Maedels aus der tschechische Republik tief in die Augen schauten. Auch wenn ich nicht primaer auf blond stehe, dort musste man einfach hinschauen. Ein Video und viel Landschaft zog an mir vorbei.

Points 99

Freitag, 10. September 1999

Freitag 10 9 1999

Stress, Hektik und das alles um den Bus in Richtung Granada zu erreichen. 1600 trafen wir dort ein ohne auch nur etwas im Magen zu haben.
ZumGlueck trafen wir die netten Andrea&Christin, die uns mit Weintrauben, Schokohoernchen und Tips fuetterten. Eine aeltere Dame lud uns ein, bei ihr zu schlafen, was wir zwar annahmen, aber nicht in Anspruch genommen haben, denn nach einem kurzem Stadtrundgang, auf dem wir Clubs und Parties in Erfahrung brachten entschwanden wir ins Nachtleben.
Die Spanier haben da so ihre Eigenart, zuerst trifft man sich auf den Strassen und Plaetzen macht sich Hacke und brait, wer dann noch nichts gefunden hat, der sucht halt in den Clubs und Bars weiter. Wir genossen ein paar Cervezas und diskutierten bevor wir losgingen wiedermal ueber Frauen. Die Erkenntnis war, dass wir viel zu brav sind. Halt der intelligente "erzaehl mir ich hoer dir zu" TYP. Wenn man sowas analysiert, geht man viel befreiter los.
Der erste Club war mehr eine Bar, niemand tanzte, man redete und trank. Klasse war der hohe Schwulenanteil unter den Torros. Es dauerte nicht lang und zwei leckere Spanierinen umworben uns. Haende hier, Eiswuerfel da, nur wie bei allen Spaniern war das Englisch sehr brockig. Liebe wollten sie auch nicht machen, oder besser gesagt sie waren ziemlich blau.Wir suchten weiter, liessen uns betatschen, liessen uns Finger in den Mund stecken und tranken Wodka pur. Irgendwann wollten wir tanzen und ein speedJazz Schuppen kam da voll entscheidend. Wir zogen ne gute show ab und animierten die gelangweilten Spanier an der Bar zum tanzen. Der Laden schloss und DJ-Enrique spielte extra fuer uns noch ein bissle Drum'n'Bass. Schluss??? Nope, den Hammer gaben wir uns bis um 0900 in einem weiteren Schuppen. Was kann ich dafuer, dass die Spanier alle nicht tanzen koennen, naja egal, nun sind die Lischke'brothers Stadtbekannt.

Points 99

Donnerstag, 9. September 1999

Donnerstag 9 9 1999

Keinen Wecker zu haben, ist eigentlich nicht von Vorteil, jedoch haette ich sonst nicht den bezaubernden Anblick der mich weckenden Michelle geniessen koennen.
Auf Auf, was in den Magen und los ging es Richtung "El Chorro". Die Frauen brauchten zu lange zum putzen und schminken, also wanderten wir nur mit Pierre den Berg herauf, vorbei an alten Castillos, vorbei an einem alten Kloster.
Das alles bei Moerderhitze und einem Mordsgaudi.
Oben angekommen genossen wir den Blick ueber das weite spanische Land mit diesem beeindruckendem "ueberall Olivenbaeume" Image. Endlich konnte ich mein Kochhobby mal auf 1800m Hoehe froehnen.Nach einer Siesta plagte uns der Heimweg bei kanllender Sonne. Unsere Sinne schienen sich gen Himmel aufzumachen und die Erde bewegte sich unter unseren Fuessen. Das einzigste was uns vorwaerts trieb, war die Gier nach dem kalten Pool und einer kalten Cerveza. Dort trafen wir auch wieder unser hollaendisches Paerchen.
Spaesse und so manche zotige Dinge liessen uns den abend miteinander verbringen. Ich beneide beide ein bisschen, Erol mit seinen schoenen schwarzen Locken, seinem 3Tagebart und seiner gelassenen Art. Die hatte er auch bitternoetig, denn seine Michelle machte uns verrueckt mit ihren Blicken und ihren Fuesseleien. Aber ich glaube, sie haben es genossen und nach dem Heimweg unter dem klarsten Sternenhimmel hatten beide garantiert hypermegaSEX.

Points 99

Mittwoch, 8. September 1999

Mittwoch 8 9 1999

Geplant war eigentlich ne Wandertour durch diesen wundervollen Naturpark. Aber als wir unsere Fuesse auf diesen paradisischen Zeltplatz setzten, wollten wir garnicht wieder weg. Ich hab meinen Teint erstmal gepflegt und mich stundenlang an den Pool gelegt, Baden, Sonnen, eigentlich dass was alle Hotelurlauber auf Mallorca, Ibiza oder der Suedkueste Spaniens tun. Ich hatte jedoch einen Vorteil, ich war allein.
Bis ich Gesellschaft von 2 netten Hollaendern bekam. Lebenslust stand in ihren Augen geschrieben. Als Axel dann von seiner Telefontour zurueck kam, genehmigten wir uns noch ne lecker Salami, um noch wenigstens eine Alibiwanderung zu machen. Es wurde spaeter und spaeter denn wir fuehrten mal wieder eine Diskussion/Brainstorming ueber Gott und die Welt.
Evolution ist ein Thema, dass mich gerade beschaeftigt. Womit wir schon wieder an meiner Ansicht angelangt sind, dass alles vorherbestimmt ist und das man als Individum zwar den Weg veraendern kann, aber nicht das Ziel. Wenn der Evolutionsweg in bestimmten vorher gegebenen Schranken verlaeuft (welche durch Wissenschaftliche Gesetze dargestellt werden) und das Ziel abgesteckt ist, dann sind wir doch nur kleine Spielzeuge von "denen/dem" der das alles gemacht hat. Ich koennte einfach aus dem Fenster springen und nichts wuerde sich an der Gesamtevolution aendern. Jetzt koennte man bringen, dass hypothetisch angenommen ich eine Weltveraendernde Erfindung machen koennte. Diese aber nun aufgrund meines Todes nicht gemacht wird. Schwachsinn!!! Wird es halt jemand anderes erfinden, zu einer anderen Zeit, und diese wird nicht soweit entfernt liegen, denn es ist schon so oft vorgekommen, das Erfindungen von verschiedenen Menschen auf der Welt fast gleichzeitig gemacht werden. Also was kann der Mensch mit seiner Anwesenheit bewirken? Er kann den Weg veraendern, nicht das Ziel. Aber ist nicht der Weg das Ziel???????
Genug des wenn und aber gequatsche, die Wiedergabe von solch abstrakten Gedankengaengen ist sehr schwer und ich hoffe, dass es mir bald richtig gelingen wird.
Bevor wir den Abend auf einem der vielen Plaetze mit Cerveza und netten Bedienungen verbrachten, mussten wir erst 30kJ verlieren,
indem eir ein Castillo auf einem Berg best(u)(o)(ie)gen. Aber auch um 0000 macht in diesesm Ort alles zu, es blieb uns also nichts anderes uebrig, als sich mit ner Weinflasche vor die Zahnputzstelle auf dem Campingplatz zu setzen. Wir begruessten die Hygienefreunde mit Ola, Hello und Hallo und niemand wiederstand uns, vorallendingen unserem Basilikus lumeres, und erzaehlte ein bisschen von sich und seinem Tag. Irgendwann kamen dann 3 Franzosen, Aurelie, Ilene et Pierre. Zeit um unser Franzoesisch mal wieder auf Flirttauglichkeit zu pruefen. Nach einigen beschwerden der Hollaender ueber unsere Heiterkeit, fassten wir uns ein Herz und gingen zu Bett.

Points 99

Dienstag, 7. September 1999

Dienstag 7 9 1999

Ab Murcia waren wir nicht mehr die einzigsten Passagiere, ein paar Marokaner stiegen hinzu. Einer hatte die Frechheit meinen Stift zu klauen und als ich ihn dann fragte, ob er ihn gesehen habe, verneinte er und griff danach aber in seine Hose und holte ihn hervor. Durchgeruettelt und durchgeschuettelt erreichten wir um 0430 dann Pael de Bezero. Kurzer Kontakt mit der oertlichen Polizei und dem oertlichen Altersheim, welches auf einen Bus nach Malaga wartete, bevor wir uns auf irgendeine Parkbank packten um a weng zu schlafen. Ich schlief ein, doch irgendwann hoerte ich jemanden und ging hin, hatte aber vergessen, dass ich meine Geldboerse im Rucksack hatte liegen lassen. Ich lief zurueck und sah etliche Nazis mit meinem Rucksack. Alles war weg und zum Glueck kamen die Bullen von vorhin. Dan ganzen Tag nehmen sie LSD und Extacy und haengen am Strand ab, meinte einer der Bullen ueber die Deutschen. Doch die Erleichterung hielt nicht lange an, sie holten Verstaerkung und kamen groelend wieder. Alle versteckten sich, hatten eine Heidenpanik und die Hosen bis obenhin voll und in dem Moment hoechster Anspannung, sie waren kurz vor uns, griff ich an meine Hose und spuerte die Geldboerse und wurde wache.PUHHHHHHHH ein Alptraum.
Ein paar Stuendchen waren noch Zeit, also setzten wir uns in ein Cafe am Marktplatz, umgeben von maurischen Kacheln und sehr sehr alten Spaniern, genossen wir unseren Morgencafe. Der Bus fuhr uns dann durch eine Atemberaubende Landschaft vorbei an Castillos, Haziendas und Feldern voller unbekannter Baeume bis nach Cazorla. Einer schoenen alten Stadt am Eingang in den Nationalpark. Ein richtiges Bett unter unseren Ruecken liess uns bis zum Abend ruhig schlafen. Die eingeschweissten Klamotten wuschen wir bei Sonnenuntergang wie zu Grossmutters Zeiten mit der Hand auf Dach. Hausmanskost, Wein und ein paar Cervezas rundeten diesen Tag ab.

Points 99

Montag, 6. September 1999

Montag 6 9 1999

Gemach, Gemach, erstmal nen ruhigen Schieben, waeren da nicht die beiden Tschechenfrauen gewesen, die uns anstarrten, als wuerden sie auslaufen. Als wir gepackt hatten und Axel Zaehneputzen war, konnte ich mir nicht verkneifen den auf dem Bauch liegenden Frauen mit den Haenden sonstewo zu sagen: "u look very horny". Ihre Blicke verschlungen mich und ich war den restlichen Tag mies drauf. So ne Superchance auf ne Nummer laesst man sich nicht entgehen, ausser wenn man wie wir los muss *schnueeeefffffff*schnieeeeeffffff*
Weiter gings nach Alicante und dann um 2245 in den Bus zum Nationalpark mit 2 Pizzen und ner teuren Flasche Rioja unterm Arm. Aber wo bekommt man um 2200 noch ne Flasche Wein her? Klar in nem Luxusrestaurant, also ich rein und dem aufgebrachten Kellner klar gemacht, dass ich ihn nicht verstehe und nen Wein brauche. Er verstand mich wohl auch nicht, also bin ich ne viertel Stunde um die Weinregale geschlichen, bis ich den Wein meines Verlangens fand. Pizza und Wein versetzten uns im Bus in Superstimmung, denn nur mit ihr konnten wir den Fahrstil des Busfahres ertragen. Den Supervolvo bis obenhin ausgefahren, ab und zu mal ne Pause um ihn weiter abzustimmen und zu tunen. Links wurde gefahren und die PKW wurden reihenweise von der Strasse gekickt.


Points 99

Sonntag, 5. September 1999

Sonntag 5 9 1999

Der ohne schlafen weiterging.
Cornelius, ein Interrailer aus Augsburg, hielt uns dann mit vielen Storys wach, bis wir um 0800 dann in einen Bus Richtung Benidorm stiegen. Dem heutigen Ankunftsort der Vuelta (Spanienrundfahrt). Angepriesen wurde uns dieser "schoene" Ort von einem ganz alten Spanier, der meinte, dass da viel Fiesta und so ist. Denkste!! Nur alte Rentner, Hotels, voll Touristik, man hatte uns gelinkt.
Wir brauchten Schlaf, dringend. Also gingen wir 0930 zu Burgerking und legten eine Zeitung vor unsere Nase, Zogen die Brille oder den Hut ins Gesicht und schliefen. Ein weiteres Bild fuer die Goetter. Ich weiss nicht ob es an uns lag, dass diese Leute alle so scheisse aussahen. Voll abartig.
Nach langem rumgelatsche fanden wir nen Zeltplatz, wo wir uns frisch machten fuer die Ankunft der Radprofis. Ein Spektakel der Extraklasse und Jan Ullrich fuhr vor meiner Linse rum. Dann fiel ich in tiefen tiefen Schlaf, waehrend Axel noch die 2 Tschechenfrauen neben uns abcheckte.

Points 99

Samstag, 4. September 1999

Samstag 4 9 1999

Ein schwimmender Uebergang durch eine Stunde Halbschlaf bis 0830. Sachen packen und fruehstuecken,
doch ich hab mal wieder bei tiefschwarz rollenden belgischen Augen die Zeit verloren, denn der dazugehoerige Mund konnte nicht aufhoeren zu reden. So ungeschlafen zogen wir unseren Film durch die Stadt um irgendetwas zu planen. Was dannn zu einer Umkehr fuehrte um die Sachen zu holen. Welch Effektivitaet?
Den Nachmittag verbrachten wir mit Muedigkeitsflash auf dem Bahnhof. Solch einer fuehrt zu spontanen Lachens, Orientierungslosigkeit, Agressionen und zu starker Diebstahlseinbildung. Mit den letzten Koernern betraten wir dann den SuperklimaTV-mit-Sitzplatzreservierungs-Zug. 1Stuendchen Schlaf war alles, was man sich geben konnte, denn der Zug fuhr mangels Strom nicht weiter.
Also genung Zeit um die darbenden Blicke der Spanierinen vor uns zu befriedigen und uns mit Haenden und Fuessen zu verstaendigen. Irgendwann ging es dann weiter, jedoch nicht weit und ab diesem Zeitpunkt war Zugparty angesagt. Es gab Freibier, Freitelefon und gut gelaunte Spanier und unter ihnen eine so supersuesse Italienerin die ein Laecheln hatte, das es garnicht auffiel, dass sie fliessend Deutsch sprach.
Axel versuchte immer noch mit Haenden und Fuessen auf die Fiesta (Party) der Maedels zu kommen, diese war leider eine Junggesellen(weibliche form davon)Party, wo nur Frauen erlaubt waren. Waere auch zu schoen gewesen. Irgendwann stellte sich heraus, dass unser in BartSipson-Shirt, Sporthose und TruckerCappie gekleideter Nachbar neben uns aus Deutschland kam und fliessend Spanisch spricht.
Klaus-Peter-Bayer "Weltenbummler" steht auf seiner Visitenkarte. Er exportiert 4 Monate im Jahr Autos und den Rest faehrt er nach Spanien, Thailand und den Rest der Welt nur um zu Spass zu haben (nachtraeglich Zensiert). *krass*krass*
Irgendwann gab es dann anstatt ne E-Lok ne Dampflok und es ging weiter. Klaus und die Maedels stiegen in Valencia aus und ich hatte immer noch dieses Gesicht im Kopf. Es gibt diese Situation, da ueberlegt man, ob man sich ewig Vorwuerfe macht oder einfach hingeht.
Ich tat es und genoss es die restliche Fahrt bis 0230 in ihre Augen zu schauen und ein bisschen was ueber Sie, ihr Leben und ihre Einstellung zu erfahren.
Germanistikstudium, Doktorarbeit ueber Michael Ende, 2te Dan im Karate, Kongressorganisatorin in Genua und und und. Aber das war nichts gegen ihre Austrahlung, die sich in mein Gehirn brannte, als wenn du nen Fernseher 2 Jahre anlaesst.(Auch jetzt wo ich im Bus in Richtung Jean sitze[ 10.9.99], laeuft es mir eiskalt den Ruecken runter und meine Hose wird eng ;-)) War es nur der Reiz dieser Erwachsenen Frau(31)? Hat sie mich in Erinnerung behalten, wie ich sie?
0230 kamen wir dann an und wollten uns nach dem Stress mit der RENFE ein paar Stunden aufs Ohr hauen. Daraus wurde nichts, denn ein junges spanisches Paerchen brachte uns ein Kartenspiel bei waehrend Axel die Kommunikation zwischen Anatoli, mir und den Spaniern aufrecht hielt. Er, Anatoli(40) Trucker aus Russia, faehrt ein Jahr nach Spanien um fuer sich, seine Frau und seine 2 Zwillingstoechter Geld zu verdienen, ohne auch nur ein Wort Spanisch, Englisch oder Franzoesisch sprechen zu koennen. Ein krasser Morgen.

Points 99

Freitag, 3. September 1999

Freitag 3 9 1999

So ein Jugendherbergsfruehstueck dauert immer so ewig. Heute durfte ich mir die 500 Lieblingsszenen und Darsteller von 2 Sloweninen (Xenia und Brigitta) und Axel anhoeren.
Endlich konnten wir unseren Wissensdurst stillen, indem wir uns stundenlang das Schifffahrtsmuseum reingezogen haben. Doch als wir fertig waren, traf uns der Schlag, besser gesagt der Blitz. Unwetterchaos in Barcelona, alle Strassen ueberflutet, schwankendes Licht. Voll krass!!
Schnell noch nen Supermarkt durchforstet, um lecker Pasta-bolognese in der Jugendherberge zubereiten zu koennen. Schnell ist uns klar geworden, dass das mit dem Weggehen wohl ein bisschen spaeter werden wird. Denn Wein und fremde Kulturen hielten uns in ihrem Bann. Ein paar Canadier, Australier und Englaender liessen uns zu hochformenglish auflaufen. Um 0400 gingen wir dann doch los und der Schlag traf uns ein weiteres mal an diesem Tag. Diesmal jedoch durch das entladen der aufgestauten Partylust der Spanier. Party auf den engen Strassen und in den Clubs. Atemberaubend, fuer jemanden, der denkt, dass in Berlin die Hoelle los ist :-)

Points 99

Donnerstag, 2. September 1999

Donnerstag 2 9 1999

In so einer grossen Stadt wie Barcelona ist das Uebernachten in einer Jugendherberge einfach das genialste, was du machen kannst. So einfach lernt man nirgendswo Leute aus aller Welt kennen.
Da war unser kleines Touristenprogram (Sagrada de famiglia, Gaudi...) vor der Siesta nur wie die Milch im Kaffe. Beim Abendbrot in der Gemeinschaftskueche sass man nun bei Wein und lecker selbstgemachter Speisen mit Gero (einem franz.spanisch.Studenten aus HH),
Ires und Julie (die aus Paris kamen und Deutsch, Spanisch und Franzoesisch sprachen), einem aus Suedamerika kommenden Franzosen und zwei Australieren. Eigentlich nichts besonderes, aber wenn man dann lauthals 3 Sprachen kreuz und quer spricht, dann ist das schon beeindruckend und sehr lehrreich.
Die halbe Nacht verbrachten wir ueber den Daechern von Barcelona. Wir philosophierten ueber alles, was uns gerade bewegt. Da sitzt man so in Barcelona II 20 meter ueber Barcelona I, ist umgeben von 1000den Antennen und Freihimmelzimmern und schnuppert in das Leben anderer Leute. Ich habe soviele Parallelen zu meinem Leben und Einstellungen entdeckt, moechte sogar sagen, dass eine Seelenverwandschaft zwischen mir und Gero besteht. Auch Neid auf den aufreisserrischten Franzosen den ich jeh gesehen habe kam auf, denn er fuehrt gerade das Leben, welches in meinem Einzugskreis liegt. Rumreisen, fremde Leute und Kulturen kennenlernen. Ein Kind sein, Spass haben und nur fuer den Moment leben. OK ich sehe das natuerlich nicht nur durch diese Rosabrille, sondern Frage mich schon ob das in dieser scheisskapitalkistischen Welt moeglich und sinnvoll ist.

Points 99

Mittwoch, 1. September 1999

Mittwoch 1 9 1999

Barcelona ich komme!!!!!
Zum ersten mal darf ich die Schoenheit der einheimischen Frauen bestaunen. Mir fehlen die Worte. Keine blonden Frauen! Juchu!
und diese eckigen Sonnenbrillen. Nur leider sind jetzt die Haende gefragt, wenn man sich mit ihnen unterhalten will, denn des Spanischen bin ich nicht maechtig, geschweige denn sie des Englischen.
Was fuer eine Stadt, es gibt nicht nur ein zwei Strassen auf denen was Los ist, die ganze Stadt steht voll mit Stuehlen der Cafes und Bars, die sich auf den 1000den Plaetzen der Stadt befinden. Autos scheinen die hier hier nicht zu haben, denn die Strassen sind viel zu eng.
Bevor mein Magen seine erste Paella bekam, verirrten sich meine Beine bis 2300 in diesem Wirrwarr von Plaetzen, Strassen und Frauen die laechlen, schimpfen weinen und keine BH's tragen (Barcelona, die Stadt fuer Kirschkernliebhaber). Die Nacht wurde zum Alptraum eines jeden Travellers, denn ein Schnarchi befad sich in meinem Jugendherbergszimmer.

Points 99