Mittwoch, 8. September 1999

Mittwoch 8 9 1999

Geplant war eigentlich ne Wandertour durch diesen wundervollen Naturpark. Aber als wir unsere Fuesse auf diesen paradisischen Zeltplatz setzten, wollten wir garnicht wieder weg. Ich hab meinen Teint erstmal gepflegt und mich stundenlang an den Pool gelegt, Baden, Sonnen, eigentlich dass was alle Hotelurlauber auf Mallorca, Ibiza oder der Suedkueste Spaniens tun. Ich hatte jedoch einen Vorteil, ich war allein.
Bis ich Gesellschaft von 2 netten Hollaendern bekam. Lebenslust stand in ihren Augen geschrieben. Als Axel dann von seiner Telefontour zurueck kam, genehmigten wir uns noch ne lecker Salami, um noch wenigstens eine Alibiwanderung zu machen. Es wurde spaeter und spaeter denn wir fuehrten mal wieder eine Diskussion/Brainstorming ueber Gott und die Welt.
Evolution ist ein Thema, dass mich gerade beschaeftigt. Womit wir schon wieder an meiner Ansicht angelangt sind, dass alles vorherbestimmt ist und das man als Individum zwar den Weg veraendern kann, aber nicht das Ziel. Wenn der Evolutionsweg in bestimmten vorher gegebenen Schranken verlaeuft (welche durch Wissenschaftliche Gesetze dargestellt werden) und das Ziel abgesteckt ist, dann sind wir doch nur kleine Spielzeuge von "denen/dem" der das alles gemacht hat. Ich koennte einfach aus dem Fenster springen und nichts wuerde sich an der Gesamtevolution aendern. Jetzt koennte man bringen, dass hypothetisch angenommen ich eine Weltveraendernde Erfindung machen koennte. Diese aber nun aufgrund meines Todes nicht gemacht wird. Schwachsinn!!! Wird es halt jemand anderes erfinden, zu einer anderen Zeit, und diese wird nicht soweit entfernt liegen, denn es ist schon so oft vorgekommen, das Erfindungen von verschiedenen Menschen auf der Welt fast gleichzeitig gemacht werden. Also was kann der Mensch mit seiner Anwesenheit bewirken? Er kann den Weg veraendern, nicht das Ziel. Aber ist nicht der Weg das Ziel???????
Genug des wenn und aber gequatsche, die Wiedergabe von solch abstrakten Gedankengaengen ist sehr schwer und ich hoffe, dass es mir bald richtig gelingen wird.
Bevor wir den Abend auf einem der vielen Plaetze mit Cerveza und netten Bedienungen verbrachten, mussten wir erst 30kJ verlieren,
indem eir ein Castillo auf einem Berg best(u)(o)(ie)gen. Aber auch um 0000 macht in diesesm Ort alles zu, es blieb uns also nichts anderes uebrig, als sich mit ner Weinflasche vor die Zahnputzstelle auf dem Campingplatz zu setzen. Wir begruessten die Hygienefreunde mit Ola, Hello und Hallo und niemand wiederstand uns, vorallendingen unserem Basilikus lumeres, und erzaehlte ein bisschen von sich und seinem Tag. Irgendwann kamen dann 3 Franzosen, Aurelie, Ilene et Pierre. Zeit um unser Franzoesisch mal wieder auf Flirttauglichkeit zu pruefen. Nach einigen beschwerden der Hollaender ueber unsere Heiterkeit, fassten wir uns ein Herz und gingen zu Bett.

Points 99
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