Dienstag, 7. September 1999

Dienstag 7 9 1999

Ab Murcia waren wir nicht mehr die einzigsten Passagiere, ein paar Marokaner stiegen hinzu. Einer hatte die Frechheit meinen Stift zu klauen und als ich ihn dann fragte, ob er ihn gesehen habe, verneinte er und griff danach aber in seine Hose und holte ihn hervor. Durchgeruettelt und durchgeschuettelt erreichten wir um 0430 dann Pael de Bezero. Kurzer Kontakt mit der oertlichen Polizei und dem oertlichen Altersheim, welches auf einen Bus nach Malaga wartete, bevor wir uns auf irgendeine Parkbank packten um a weng zu schlafen. Ich schlief ein, doch irgendwann hoerte ich jemanden und ging hin, hatte aber vergessen, dass ich meine Geldboerse im Rucksack hatte liegen lassen. Ich lief zurueck und sah etliche Nazis mit meinem Rucksack. Alles war weg und zum Glueck kamen die Bullen von vorhin. Dan ganzen Tag nehmen sie LSD und Extacy und haengen am Strand ab, meinte einer der Bullen ueber die Deutschen. Doch die Erleichterung hielt nicht lange an, sie holten Verstaerkung und kamen groelend wieder. Alle versteckten sich, hatten eine Heidenpanik und die Hosen bis obenhin voll und in dem Moment hoechster Anspannung, sie waren kurz vor uns, griff ich an meine Hose und spuerte die Geldboerse und wurde wache.PUHHHHHHHH ein Alptraum.
Ein paar Stuendchen waren noch Zeit, also setzten wir uns in ein Cafe am Marktplatz, umgeben von maurischen Kacheln und sehr sehr alten Spaniern, genossen wir unseren Morgencafe. Der Bus fuhr uns dann durch eine Atemberaubende Landschaft vorbei an Castillos, Haziendas und Feldern voller unbekannter Baeume bis nach Cazorla. Einer schoenen alten Stadt am Eingang in den Nationalpark. Ein richtiges Bett unter unseren Ruecken liess uns bis zum Abend ruhig schlafen. Die eingeschweissten Klamotten wuschen wir bei Sonnenuntergang wie zu Grossmutters Zeiten mit der Hand auf Dach. Hausmanskost, Wein und ein paar Cervezas rundeten diesen Tag ab.

Points 99
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